Ausgewählte aktuelle Projekte:

Klimaschutz durch Kleinprivatwald - für Eigentümer und Gesellschaft

Das Verbundprojekt „Klimaschutz durch Kleinprivatwald- für Eigentümer und Gesellschaft“ (KKEG) wird im Rahmen des Waldklimafonds aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestags vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert.

Bei unseren Projektpartnern handelt es sich um das Thünen-Institut für Internationale Waldwirtschaft und Forstökonomie (Hamburg) sowie die wald-wird-mobil.de gGmbH (Berlin). Übergeordnetes Ziel des Verbundprojektes ist es, Angebote für den Kleinprivatwald in Deutschland zu entwickeln und Optionen zur Umsetzung aufzuzeigen, die sowohl die Effizienz der Holzgewinnung aus dem Kleinprivatwald nachhaltig verbessern als auch der Anpassung von Wäldern an den Klimawandel und dem Naturschutz dienen.

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RAMSAR Rhinature / RAMS'Artenschutz – Projekt im Rahmen des Interreg V-Programmes

Die französische Vogelschutzorganisation LPO (Ligue pour la protection des oiseaux), das ILN Bühl sowie der NABU Südbaden wollen gemeinsam mit den Naturschutzreferaten der Regierungspräsidien Freiburg und Karlsruhe und weiteren Partnern, den grenzüberschreitenden Artenschutz im Ramsargebiet Oberrhein vorantreiben.
Ziel des Projekts «Ramsar Rhinature / RAMS‘Artenschutz» ist die Entwicklung grenzüberschreitender Konzepte, die dazu dienen das Wissen über seltene und geschützte Arten beidseits des Rheins zu verbessern, gemeinsame Aktionspläne für deren Schutz und Monitoring zu entwerfen sowie französische und deutsche Akteure im Bereich des Artenschutzes zu vernetzen. Der Fokus des Projekts liegt hierbei auf 22 Wirbeltierarten, darunter 17 Vogelarten, zwei Säugetierarten und drei Amphibienarten, die ihren Verbreitungsschwerpunkt im Ramsargebiet Oberrhein oder in angrenzenden Flächen haben.
Das Projekt «Ramsar Rhinature / RAMS‘ Artenschutz» wird zu 50% durch die Europäische Union aus Mitteln des INTERREG V-Programmes sowie von zahlreichen weiteren öffentlichen und privaten Einrichtungen finanziell unterstützt.

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Lebensader Oberrhein - Naturvielfalt von nass bis trocken - Projekt im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt (BBV)

Der NABU-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. bearbeitet zusammen mit dem NABU-Landesverband Baden-Württemberg und in Partnerschaft mit dem Land Baden-Württemberg die Umsetzung eines Projektes zur Steigerung der Biodiversität im Hotspot Oberrhein. Hierzu werden Maßnahmen in den besonders bemerkenswerten Lebensraumtypen des Gebietes umgesetzt. Das ILN ist für die Planung und Umsetzung zahlreicher Maßnahmen des Naturmanagements verantwortlich. U. a. sind ökologische Verbesserungen in den Trockenlebensräumen im Hirschacker bei Schwetzingen und in den Hardtwäldern bei Walldorf und Sandhausen sowie in Feuchtgebieten der Kinzig-Murg-Rinne vorgesehen.

Natura 2000 - Managementpläne und Verträglichkeitsprüfungen

Das ILN bearbeitet seit vielen Jahren Managementpläne für Natura 2000-Gebiete in allen vier Regierungsbezirken in Baden-Württemberg und ist daher mit den Besonderheiten von Natura 2000 hinsichtlich Erfassung, Bewertung sowie Ziel- und Maßnahmenplanung vertraut.

 

Im Rahmen von FFH-Verträglichkeitsprüfungen werden die möglichen Auswirkungen von Vorhaben auf die geschützten Bestandteile von Natura 2000-Gebieten hinsichtlich ihrer Erheblichkeit geprüft.

Umweltplanung und Ökokonto für Kommunen

Eine faunistische Bestandserfassung, Biotoptypenkartierung und artenschutzrechtliche Beurteilung sind in der Regel die Basis für einen Umweltbericht, der im Aufstellungsverfahren dem Entwurf eines Bauleitplanes nach BauGB als Begründung beizufügen ist. Der Grünordnungsplan regelt sowohl die gestalterischen Ansprüche, als auch naturschutzfachlichen Ausgleichsmaßnahmen. Das ILN begleitet viele Kommunen mit der Erstellung der erforderlichen Unterlagen bei Bebauungsplänen und der Ausgestaltung der Flächennutzung. Hierzu zählt auch der Aufbau eines Ökokontos und die Entwicklung von geeigneten naturschutzfachlichen Aufwertungsmaßnahmen.

Artenschutz

Mit den Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes müssen viele Vorhaben (z.B. Rodung älterer Bäume, Abriss von Gebäuden, Bebauungspläne und sonstige Bauprojekte) auf ihre Auswirkungen hinsichtlich geschützter Arten geprüft werden. Das ILN verfügt über mehrere Spezialisten, die mit ihrer langjährigen Erfahrung die Auswirkungen und möglichen Beeinträchtigungen auf viele Tierarten (z.B. Vögel, Eidechsen, Schmetterlinge, Käfer u.a.) professionell abschätzen können. Neben einer Ersteinschätzung werden faunistische Erfassungen, die Planung von Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen (CEF) sowie deren Umsetzung durchgeführt bzw. betreut. Das ILN hat große Erfahrung in der Umsiedlung von Eidechsen und der Ausgestaltung entsprechender Ersatzquartiere.

Ökologische Baubegleitung (Umweltbaubegleitung)

Das ILN betreut viele Projekte von der Planung bis zur Ausführung. In der Bauphase begleitet das ILN die Umsetzung des Vorhabens im Zuge einer Umweltbaubegleitung und Ökologischen Baubegleitung. Hierbei können besondere Schutz- und Artenschutzmaßnahmen hervorragend in die Praxis umgesetzt werden. Aktuell werden die Projekte "Hochwasserschutz- und Ökologieprojekt Murg Rastatt", "Sanierung Knielinger See" und der Rückhalteraum Weil-Breisach sowie mehrere kleinere Maßnahmen betreut.

Auswirkungen der Hochwasserrückhaltung auf Wälder

Im Rahmen des europäischen Projektes FOWARA wurden von 2003-2006 natur- und sozialwissenschaftliche Untersuchungen zur Problematik der Realisierung von bewaldeten Hochwasserrückhalteeinrichtungen im Rheineinzugsgebiet durchgeführt. Das ILN hat hierbei Untersuchungen zur Auswirkung von Überflutungen durchgeführt (Baumarten, Herkünfte, ökologische Überflutungen, maximale Überflutungsdauern, Frequenzen, Wasserhöhen etc.). Für Förster, Entscheidungsträger und Grundbesitzer wurden Empfehlungen zur Anpassung der Wälder und des waldbaulichen Managements entwickelt.

Renaturierung von Gewässern

Seit vielen Jahren entwickelt und betreut das ILN Bühl Renaturierungs-maßnahmen an Fließgewässern und Stillgewässern. Für Behörden, Gemeinden und Umweltverbände werden Entwicklungskonzepte erstellt und schrittweise umgesetzt. Mehrere Maßnahmen sowie ein langjähriges Monitoring wurden von der Umweltstiftung Rastatt gefördert. Eine Broschüre informiert über die Ergebnisse der Renaturierungsmaßnahmen. Für mehrere Kommunen wurden Konzepte zur Sanierung und Neuanlage von Laichgewässern für Amphibien als Teil des Ökokontos erstellt und im Gelände umgesetzt.

Hochwasserschutz- und Ökologieprojekt Murg Rastatt

Die Murg in und unterhalb von Rastatt wird derzeit im Rahmen eines Life+-Projektes renaturiert und als Lebensraum für viele europäisch geschützte Tierarten und Lebensräume entwickelt. Gleichzeitig wird mit der Schaffung neuer Überschwemmungsflächen der Hochwasserschutz im Stadtbereich von Rastatt verbessert. Das ILN hat hierzu Unterlagen zur Umweltplanung im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe erstellt und betreut derzeit die bauliche Umsetzung im Rahmen einer Umweltbaubegleitung.

Rückhalteraum Weil-Breisach - Tieferlegung von Vorlandflächen

Um einen Hochwasser-Rückhalteraum zwischen Weil am Rhein und Breisach zu schaffen, sollen große Bereiche tiefer gelegt werden. Aufgabe der Umweltplanung war es, im Zuge der Umweltverträglichkeitsprüfung verschiedene Varianten der Tieferlegung zu entwickeln um die Eingriffe in die Trockenaue zu minimieren, wertvolle Flächen und Artenvorkommen zu sichern und Vorschläge für Kompensationsmaßnahmen zu entwickeln. Im Auftrag der Gewässerdirektion südlicher Oberrhein/Hochrhein bzw. des Regierungspräsidiums Freiburg wurden neben der UVS die Natura 2000-Verträglichkeitsstudien und die landschaftspflegerische Begleitplanung bearbeitet. Derzeit begleitet das ILN die Umsetzung des Vorhabens im Landkreis Lörrach und in Neuenburg im Zuge einer ökologischen Baubegleitung.