Ausgewählte aktuelle Projekte:
Natürliche Waldentwicklung als Ziel der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NWE5)
Die Aufgabe des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens „Natürliche Waldentwicklung (5 %) als Ziel der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS)“ (Kurztitel: NWE5) besteht darin, eine
belastbare und transparente Bilanz über den derzeitigen Umfang und die Qualität der nutzungsfreien Waldflächen in Deutschland zu erarbeiten.
Hierzu sollen im Rahmen des Projektes alle nutzungsfreien Waldflächen erfasst, der Status Quo dargestellt, ggf. Defizite offen gelegt und Verbesserungsvorschläge abgeleitet werden. Projektpartner
sind die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA), das Institut für Waldbau der Albert Ludwig-Universität Freiburg und das Institut für Landschaftsökologie und Naturschutz Bühl (ILN). Das
Projekt wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU).
Auswirkungen der Hochwasserrückhaltung auf Wälder
Im Rahmen des europäischen Projektes FOWARA wurden von 2003-2006 natur- und sozialwissenschaftliche Untersuchungen zur Problematik der Realisierung von bewaldeten Hochwasserrückhalteeinrichtungen im Rheineinzugsgebiet durchgeführt. Das ILN hat hierbei Untersuchungen zur Auswirkung von Überflutungen durchgeführt (Baumarten, Herkünfte, ökologische Überflutungen, maximale Überflutungsdauern, Frequenzen, Wasserhöhen, etc.). Für Förster, Entscheidungsträger und Grundbesitzer wurden Empfehlungen zur Anpassung der Wälder und des waldbaulichen Managements entwickelt (link zur Broschüre).
Ökologische Baubegleitung
Das ILN betreut viele Projekte von der Planung bis zur Ausführung. In der Bauphase begleitet das ILN die Umsetzung des Vorhabens im Zuge einer Umweltbaubegleitung und Ökologischen Baubegleitung. Hierbei können besondere Schutz- und Artenschutzmaßnahmen hervorragend in die Praxis umgesetzt werden.
Interreg Trockenaue
Das Interreg-Projekt "Redynamisierung des Restrheins zwischen Basel und Breisach" beinhaltet auch die Erstellung eines grenzüberschreitenden Managementplans für die Trockenaue (Plan Gestion). Das ILN bearbeitet zusammen mit dem Naturschutzreferat beim Regierungspräsidium Freiburg und Conservatoire des Sites Alsaciens (CSA) die Erstellung eines grenzüberschreitenden Pflege- und Entwicklungsplans für wertvolle Trockenbiotope.
Revitalisierung degradierter Uferabschnitte des Rheins
Das ILN setzt sich im Rahmen des bundesweiten Verbundprojektes „Lebendiger Rhein“ für Uferrevitalisierungen ein. Pflaster und Steinschüttungen wurden auf mehreren Uferstrecken rückgebaut, damit sich der Rhein wieder entfalten und seine Eigendynamik entwickeln kann. Auf den revitalisierten Abschnitten sind die positiven Auswirkungen schon jetzt zu erkennen: Es haben sich vielfältige Uferstrukturen entwickelt, die für das Vorkommen von spezialisierten Wildbienen und Laufkäfern wichtig sind.
Artenschutz
Mit den Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes müssen viele Vorhaben auf ihre Auswirkungen hinsichtlich geschützter Arten geprüft werden. Das ILN verfügt über mehrere Spezialisten, die mit ihrer langjährigen Erfahrung die Auswirkungen und möglichen Beeinträchtigungen auf viele Tierarten professionell abschätzen können.
Renaturierungsmaßnahmen am Sandbach Iffezheim, LK Rastatt
Seit mehreren Jahren entwickelt und betreut das ILN Bühl Renaturierungsmaßnahmen am Sandbach Iffezheim. Unter der Trägerschaft der Gemeinde Iffezheim und der Initiativgruppe Iffezheim wird schrittweise die Herstellung einer naturnahen Gewässermorphologie verfolgt. Durch den Einbau von Totholzbuhnen konnten durch die Eigendynamik des Gewässers Tiefenkolke und Lateralerosionen mit Bankbildungen erzeugt werden. Mit der Öffnung eines Seitengerinnes wird bei Hochwasser die Durchströmung der Altaue ermöglicht. Im Frühjahr 2007 wurden weitere Steilufer und flache, kiesige Uferbänke geschaffen sowie Uferbefestigungen beseitigt. Mehrere Maßnahmen sowie ein langjähriges Monitoring wurden von der Umweltstiftung Rastatt gefördert. Eine Broschüre informiert über die Ergebnisse der Renaturierungsmaßnahmen
Natura 2000 - Managementpläne und Verträglichkeitsprüfungen
Das ILN bearbeitet seit vielen Jahren Managementpläne für Natura 2000-Gebiete und ist daher mit den Besonderheiten von Natura 2000 hinsichtlich Erfassung, Bewertung sowie Ziel- und Maßnahmenplanung vertraut.
Im Rahmen von FFH-Verträglichkeitsprüfungen werden die möglichen Auswirkungen von Vorhaben auf die geschützten Bestandteile von Natura 2000-Gebieten hinsichtlich ihrer Erheblichkeit geprüft.
Renaturierungsmaßnahmen am Federbach im LK Rastatt
Im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe und des Ingenieurbüros Wald&Corbe ist das ILN Bühl seit Ende der 80er Jahre mit der Gewässerentwicklungsplanung und dem Naturnahen Ausbau am Federbach zwischen Malsch und Rheinstetten befasst. Hierbei gehört die Erstellung der Umweltplanung als auch die ökologische Baubegleitung und die Bepflanzung zum Aufgabenspektrum des ILN. Unter der Trägerschaft der Gemeinden Malsch, Muggensturm, Ötigheim, Steinmauern, Rastatt, Bietigheim und Durmersheim und der finanziellen Förderung des Landes konnten somit ca. 25 Bachkilometer naturnah ausgebaut werden. Umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen mit Laufverlegungen und der Reaktivierung des Alten Federbachs wurden auf den Gemarkungen Ötigheim, Rastatt und Bietigheim umgesetzt. Über das Konzept informiert ein Sonderdruck aus dem Heimatbuch des Landkreises Rastatt
Hochwasserschutz- und Ökologieprojekt Murg Rastatt
Die Murg in und unterhalb von Rastatt soll im Rahmen eines Life+-Projektes renaturiert und als Lebensraum für viele europäisch geschützte Tierarten und Lebensräume entwickelt werden. Gleichzeitig wird mit der Schaffung neuer Überschwemmungsflächen der Hochwasserschutz im Stadtbereich von Rastatt verbessert. Das ILN hat hierzu Unterlagen zur Umweltplanung im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe erstellt.
Umweltplanung für den Rückhalteraum Weil-Breisach
Um einen Hochwasser-Rückhalteraum zwischen Weil am Rhein und Breisach zu schaffen, sollen große Bereiche tiefer gelegt werden.
Der Landschaftsraum wird aktuell nicht mehr überflutet, da sich der Rheinwasserspiegel und die Grundwasserstände um bis zu 10 m abgesenkt haben. Hier sollen neue Auelebensräume sollen als
Retentionsflächen für einen 200-jährigen Hochwasserschutz geschaffen werden.
Aufgabe der Umweltplanung war es, im Zuge der Umweltverträglichkeitsprüfung verschiedene Varianten der Tieferlegung zu entwickeln um die Eingriffe in die Trockenaue zu minimieren, wertvolle Flächen
und Artenvorkommen zu sichern und Vorschläge für Kompensationsmaßnahmen zu entwickeln. Im Auftrag der Gewässerdirektion südlicher Oberrhein/Hochrhein bzw. des Regierungspräsidiums Freiburg wurden
neben der UVS die Natura 2000-Verträglichkeitsstudien und die landschaftspflegerische Begleitplanung bearbeitet.
Institut für Landschaftsökologie und Naturschutz
